Buch schreiben,  Sachbuch & Ratgeber schreiben,  Tipps & Tricks

Sachbuch, Ratgeber oder eigene Lebensgeschichte schreiben – was ist besser?

Nur vorab zur Klärung: Ratgeber, Fachbücher, Autobiografien etc. zählen streng genommen alle zu den Sachbüchern. Ich möchte für diesen Beitrag jedoch unterscheiden zwischen den Formaten Sachbuch & Fachbuch, Ratgeber und eigener Lebensgeschichte (Autobiografie). Im Weiteren erkläre ich die Unterschiede und warum es sich lohnt, die Frage zu stellen, was du sinnvollerweise schreiben könntest, um deine Botschaft in Form eines Buches in die Welt zu bringen.

Jedes Format – ob Sachbuch, Ratgeber oder deine eigene Lebensgeschichte -, hat seine Vorteile. Wichtig ist, wer welche Art von Buch schreibt. Denn je nachdem, wie du selbst gestrickt bist und welches Verhältnis du zu deinen Lesern (und vielleicht späteren Kunden) aufbauen möchtest, eignet sich das eine Format besser als das andere. Falls du also vor der Entscheidung stehst: „Was schreibe ich denn jetzt bloß?“, hier eine kleine Hilfestellung! 

Sachbücher und Fachbücher schreiben: Vorteile

Sachbücher und Fachbücher sind meistens, wie der Name schon sagt: sachlich. Es geht um ein bestimmtes Thema und soll Informationen bieten. Oft sind Fachbücher zum Lernen da und Sachbücher zur allgemeinen Information. Ein Sachbuch, das jeder verstehen kann, nennt man übrigens „Populäres Sachbuch“ (das ist wichtig, wenn du dein Manuskript später zum Verlag schickst und er von dir eine Einordnung verlangt). Titel von Sachbüchern könnten sein: „Sinnvoll an der Börse investieren“, „Systemische Gesprächsführung“ oder „Den Garten winterfest machen“. 

Für wen eignet sich dieses Format am besten? 

  • Wenn du ein Expertenbusiness hast. Denn mit einem Sachbuch festigst du deinen Expertenstatus.
  • Wenn du mit einer bestimmten Methode arbeitest und diese vorstellen möchtest.
  • Wenn du Beratungen anbietest und es wichtig ist, dass die Menschen deinem Fachwissen vertrauen. 

Für wen eignet sich dieses Format nicht so gut?

  • Dein Business gründet sehr stark auf deiner Persönlichkeit oder auf einer tieferen Verbindung.
  • Du hast den starken Drang, deine Lebensgeschichte zu erzählen, um anderen Mut zu machen. 

Ratgeber schreiben: Für wen ist es am besten?

Ratgeber sind ein hervorragendes Format, um eine Verbindung zum Leser herzustellen. Sie sind ganz ähnlich wie Sachbücher, doch mit viel mehr persönlicher Note. Sie sind oft auch informativ, doch Verständnis und Hilfestellung stehen noch vor reiner Information. Ratgeber unterstützen, machen Mut, setzen sich mit dem Leben und Erleben ihrer Leser auseinander. Oft sind auch Beispiele aus dem persönlichen Leben der Autorin oder des Autors enthalten. Ratgeber sind viel näher am Leser, da sie weniger nüchtern und distanziert wirken. Ratgeber sind oft „von Mensch zu Mensch“ geschrieben. Beispiele für Titel wären beispielsweise: „Aus dem Herzen leben“, „Finde deine Berufung“, oder „Wie du Frieden mit deinen Finanzen machst“.

Für wen eignet sich dieses Format am besten? 

  • Wenn du ein personenbezogenes Business hast (zum Beispiel Coaching, Heilung, Mentoring, Beratung). 
  • Wenn du gerne Ratschläge gibst oder die Leute dich oft nach Rat fragen. Offenbar gibt es Bedarf nach dem, was du in deinem Inneren weißt – lass es auch die Welt wissen! 
  • Wenn du gerne helfen möchtest, indem du nicht nur Informationen lieferst, sondern auch Verbindung schaffst.

Für wen eignet sich dieses Format nicht so gut?

  • Du möchtest eine Methode oder eine Vorgehensweise erklären.
  • Du möchtest einen Standpunkt erläutern oder ein altes Paradigma in Frage stellen. 
  • Du möchtest ein Business haben, in dem deine Person nicht im Vordergrund steht, sondern die Sache an sich. 

Die eigene Lebensgeschichte als Buch

Die eigene Lebensgeschichte zu schreiben erfordert viel Mut. Mein Tipp dazu ist, es erst zu tun, wenn du wirklich bereit dazu bist. Du könntest sie aber auch erst mal für dich selbst aufschreiben (einfach weil es sehr heilsam und klärend sein kann) und anschließend zu entscheiden, ob du sie veröffentlichen möchtest und welche Teile du evtl. weglassen würdest. Die Vorteile der eigenen Lebensgeschichte als Buch sind absolute Nahbarkeit. Wir fühlen als Leser mit dir mit, wir lernen dich auf einer tieferen Ebene kennen, wir lernen durch dein Beispiel und profitieren von den Erkenntnissen, die du durch deine Erlebnisse nun weitergeben kannst. Titel könnten hier sein (oder sind es bereits): „Nicht ohne meine Tochter“, „Wie ich meine Kindheit heilte“ oder „Allein über die Grenze“. 

Für wen eignet sich dieses Format am besten?

  • Du hast den starken Drang, endlich deine Lebensgeschichte aufzuschreiben – dann vertraue diesem inneren Impuls und tu es! 
  • Du arbeitest mit Menschen auf einer sehr tiefen Ebene und sie benötigen viel Vertrauen in deine Person.
  • Dein Business gründet auf deiner Person, sie steht im Zentrum deiner Tätigkeit. 
  • Du hast etwas zu erzählen: eine spannende oder außergewöhnliche Lebensgeschichte, tiefe Erkenntnisse oder sensationelle Veränderungen.

Für wen eignet sich dieses Format nicht so gut?

  • Du bist darauf angewiesen, dass die Menschen dich als Expert:in wahrnehmen.
  • Du willst vor allem eine Methode bekanntmachen.
  • Du möchtest lieber nicht im Rampenlicht stehen, sondern eine für dich gesunde Distanz wahren. 

Ausnahmen und Mischformen

Selbstverständlich ist diese Auflistung nicht abschließend – und es gibt Ausnahmen von der Regel. Teils vermischen sich die Formate. So findet man auch in Ratgebern oft Teile der eigenen Lebensgeschichte, und mit Hilfe der eigenen Lebensgeschichte kann man auch Methoden oder Vorgehensweisen anschaulich demonstrieren (Beispiel: „Wie ich mit Hilfe der Numerologie meine Ehe rettete“). 

Wofür auch immer du dich entscheidest – oder was auch immer beim nicht-geplanten Schreiben entsteht – ich wünsche dir ganz viel Freude & Flow!

Alles Liebe
deine Saskia

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